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Monday
Nov182013

Bedauernswerter App-Sturz

«Wir sehen das Ganze mit einem Schmunzeln», kommentierten die SBB das Hacken ihrer neuen App Mobil Bonus. Sie erlaubt es Halbtax- oder GA-Kunden, gefahrene Kilometer in kleine Belohnungen umzutauschen. Einem Leser von «20 Minuten online» ist es nun aber gelungen, die App so zu manipulieren, dass ihm Kilometer angerechnet wurden, ohne dass er sich vom Fleck bewegt hatte.

So locker sich die Bundesbahnen nach aussen geben, so wenig «amused» ist man über Mobil Bonus. Das war schon beim Start so, als die zuständige Abteilung die App lancierte, ohne die Kollegen zu informieren. Die Probleme gingen mit Abstürzen weiter, mit Gutscheinen, die nicht eingelöst werden konnten, und mit Kritik aus der Presse, wonach die SBB die falschen Anreize setzten, indem sie Vielfahrer belohnen würden. Der publik gemachte Hack setzt das Tüpfelchen auf das i.

Dabei ist die Mobil-Bonus-App im Ansatz durchaus innovativ. Sie erlaubt es Passagieren, ihre persönliche ÖV-Nutzung nachzuvollziehen, oder zu vergleichen, wie viel sie gegenüber dem Strassenverkehr an CO2-Emissionen sparen. Die SBB wissen endlich, wie GA oder Halbtax-Abos genutzt werden. Sie könnten noch weiter gehen und die Daten - natürlich anonymisiert - in Echtzeit mit Kunden teilen, damit diese die ÖV-Nutzung den Pendlerströmen anpassen könnten. Nun aber droht eine zukunftsgerichtete Idee wegen eines überhasteten Starts, schlechter Kommunikation und fehlerhafter Programmierung zu scheitern. Aus lauter falschen Gründen also. Das ist bedauerlich.

Erstmals in der SonntagsZeitung am 20. Oktober erschienen.

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